Wie kann man eine Erkältung behandeln?

"Ich werde meine Erkältung einfach nicht los!“ – im Winter kennen viele dieses Problem. Fakt ist: 350 Erkält­ungen muss unser Körper durch­schnittlich im Leben über­winden. Nicht selten halten sich Schnupfen und Husten hartnäckig den ganzen Winter über. Wir zeigen Ihnen, was Sie da­gegen tun können.

Wer hätte das gedacht? Vermeintlich „banale“ Infekte gehören in Deutsch­land zu den häufi­gsten Gründen für Arzt­­besuche, Fehl­­tage in der Schule und Arbeits­­ausfälle. Erkältungen werden durch unterschied­liche Viren hervor­gerufen. Über 200 Erreger sind Experten derzeit bekannt.

Wiederkehrende Erkältungen

Das gemeine daran: Haben wir die Erkält­ung erfolg­reich bekämpft, sind wir zwar immun gegen das jeweilige infekt­auslösende Virus, nicht aber gegen die ca. 200 übrigen. Und so kann es besonders im Winter, wenn überall um uns herum gehustet und geschnieft wird, dazu kommen, dass wir uns direkt im An­schluss einer Erkältung wieder anstecken. Ist das Im­mun­system erst einmal geschwächt, haben es die nächsten Erkältungs­viren leichter, sich den Weg in den Körper zu bahnen. Und so reiht sich bei vielen Menschen im Winter eine Erkält­ung an die nächste. Wer sich wochen­lang mit Erkältungen plagt, wird manchmal regelrecht er­finderisch, um den Teufels­kreis zu durchbrechen.

Der Werdegang einer Erkältung

Sie haben sich angesteckt!

Wo hin sie nur gehen, jeder hustet und schnupft herum! Die Viren um­zingeln sie und ihr Immun­­system kann der Belast­ung nicht mehr stand halten. Die Keime wandern in die feucht­warme Nasen­­schleim­haut und vermehren sich.

Der Hals kratzt

Die ersten Nieser machen sich breit und Ihr Hals fängt an zu kratzen. Der erste Husten folgt.

Die Nase läuft

Die zweite Abwehr­­attacke des Immun­­systems startet mit einer vermehrten Produktion von Nasen­­sekret. Dies soll helfen die uner­wünschten Keime schneller zu be­seitigen. In diesem Zuge vermehren sich die eige­nisteten Viren immer mehr und die Nasen­­schleim­­­häute und Stimm­­bänder entzünden sich.

Jetzt hat es sie erwischt!

Der grippale Infekt ist voll aus­­gebrochen. Sie haben Fieber. Dies ist eine ganz normale Reaktion des Körpers um die Viren zu bekämpfen. Es folgen Glieder­­schmerzen, Husten und Hals­­schmerzen!

Erkältet - Tempo raus!

Alles was anstrengt, kostet den Körper Kraft – Kraft, die im Erkältungsfall eigentlich dringend für den Kampf gegen die Viren benötigt wird. Treten Sie also ruhig mal ein bisschen kürzer: Gönnen Sie sich Ruhe und viel Schlaf, vermeiden Sie Stress und auch starke körperliche Aktivitäten – so kann sich der Körper ganz auf die Virenbekämpfung konzentrieren.

Energie rein!

Infektabwehr ist für den Körper Schwerstarbeit – und wer hart arbeitet, braucht viel Energie. Also sorgen Sie für eine optimale Versorgung: in Form von vitaminreicher, leichter Kost. Viel Obst, Gemüse und Salate sollten auf Ihrem Speisezettel stehen. Schweres, fettes Essen hingegen sollten Sie meiden: Denn um das zu verarbeiten, muss der Körper wiederum viel Energie aufwenden.

Antibiotika

Erkältung? Schnupfen? Grippe? Anti­biotika? Laut der WHO glauben noch immer 65% aller Menschen das Anti­biotika bei einer Erkältung helfen. Dabei werden 90% aller Erkält­ungen durch Viren verursacht. Anti­biotika bekämpfen da­gegen Bakterien und helfen nicht bei viralen Infekt­ionen.

Die Ein­nahme ist dann nicht nur über­flüssig, sondern aufgrund von Resistenz­risiken und Neben­wirkungen sogar ge­fährlich. Nur wenn der Arzt feststellt, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt, ist die Ein­nahme eines Anti­biotikums sinnvoll.

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