Erkältungsmythen! - Wir klären auf!

Husten, Schnupfen, Heiser­keit – besonders im Herbst und im Winter lei­den viele Men­schen an Erkält­ungen. Dabei sind zwei bis drei grippale Infekte im Jahr nichts Außer­gewöhnliches. Deutlich häufiger hingegen sind Kinder betroffen. Sie stecken sich vor allem im Kinder­­­­garten und Schule von den anderen Kindern an.

Obwohl Erkältungen in der Regel jedoch eher harmlos sind, möchte sie jeder möglichst schnell wieder loswerden. Die typischen Erkältungs-Symptome lassen sich gut mit bewährten Hausmitteln bekämpfen. Doch welche helfen wirklich?

1. Erkältete Menschen gehören ins Bett

Da der Körper mit der Abwehr der Viren be­schäftigt ist, fühlen sich Menschen mit einer Erkält­ung oft müde und ab­geschlagen. Sie leiden meist an Kopf- und Glieder­schmerzen und haben unter anderem auch Fieber. Mit diesen Symp­tomen ist man im Bett besser aufge­hoben und sollte viel schlafen. Sollte die Erkält­ung mit Fieber einher­gehen ist es vor­teilhaft, den Körper zu schonen. Bei anderen Erkältungs­symptomen wie beispiels­weise Husten, Schnupfen oder Heiser­keit ist es nicht zwingend notwendig, Bettruhe einzuhalten, wenn man sich ansonsten gut fühlt. Hier sollte jeder eher darauf achten, was ihm selbst guttut. Ein gemütlicher Spazier­­gang an der frischen Luft schadet nicht und ist für die Durch­blutung der Schleim­häute sogar förderlicher als die trockene Heizungs­luft in geschlossenen Räumen.

2. Bei einer Erkältung hilft warmes Bier

Bier ist nicht nur ein Getränk für den Feier­abend, es hilft auch beim Kampf gegen eine Erkältung. Grund dafür sind die äther­ischen Öle und Bitter­stoffe aus Hopfen und Malz. Sie wirken teil­weise anti­bakteriell und beruhi­gend und fördern zudem den Schlaf. Um die Wirk­ung zu ver­stärken, wird das Bier warm getrunken. Da Alkohol das Immun­system jedoch schwächt und dem Körper Wasser entzieht, empfiehlt es sich, die alkohol­freie Variante zu wählen. Um die wirk­samen Stoffe im Bier nicht zu verlieren, sollte es aller­dings nicht kochen, sondern lediglich bis maximal 40 Grad erhitzt werden. Durch den Zusatz von Honig oder Zucker verliert das warme Bier seinen bitteren Geschmack und wird dadurch etwas schmack­hafter.

3. Zwiebelauflagen helfen gegen Ohren­schmerzen

Die Zwiebel besitzt einen reinigen­den und schmerz­stillenden Effekt. Ihre stark riechen­den ätherischen Öle wirken anti­bakteriell, regen den Stoff­wechsel an und lösen fest­sitzenden Schleim. Durch die desin­fizierenden Senföle, die in der Zwiebel ent­halten sind, werden vor allem Entzünd­ungen im Ohr gelindert. Außer­dem helfen sie gegen Husten, Schnupfen und Halsweh. Für einen Zwiebel­umschlag einfach Zwiebel­scheiben oder -würfel in ein Stück Stoff oder Küchen­papier wickeln und leicht zusammen­drücken, bis Zwiebel­saft ausläuft. Anschließend auf die ent­sprechende Stelle legen und etwa eine halbe Stunde ein­wirken lassen.

4. Die Erkältung kann man in der Sauna ausschwitzen

Regel­mäßiges Saunieren ist gut für den Kreis­lauf, die Haut­­durch­blutung und das Immun­system – aller­dings nur, wenn der Körper gesund und fit ist. Ist eine Erkältung bereits im An­marsch, könnte sie nach dem Sauna­gang erst richtig aus­brechen, da sich Keime in heißer Luft schneller vermehren können. Zwar gilt Schwitzen bei einer Erkält­­ung als gesund, aller­dings ist die Belastung durch die Schwitzkur in dieser Situation eine zu hohe Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Eine weitere Gefahr ist, dass andere Sauna­gäste dadurch angesteckt werden könnten. Daher sollte ein Gang in die Sauna erst dann wieder erfolgen, wenn die Erkält­ung voll­ständig ab­geklungen ist.